Von Anfang an war es der Evangelisch-methodistischen Kirche wichtig, für gute
Ausbildungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zu sorgen. Leider sind durch den
Bürgerkrieg viele Schulen zerstört worden. Die Dächer sind kaputt oder fehlen ganz, die Wände
weisen Einschusslöcher auf und Mobiliar wurde entwendet oder zerstört. Vielerorts gibt es
keine Schulbücher. So ist das Unterrichten sehr schwer geworden.
Dennoch hat die Kirche heute 269 Grundschulen und 24 weiterführende Schulen im ganzen Land.
Eine davon ist die UMC-School
in Bo Njagboima. Die Sponsorengelder vom Lauf für das Leben sollen dazu beitragen, 100
Schülerinnen und Schüler mit Arbeitsmöbeln ausstatten zu können.
Ein weiteres großes Anliegen ist die Gesundheitsversorgung der Menschen. Zwei Krankenhäuser und
neun Gesundheitsstationen werden von der Evangelisch-methodistischen Kirche unterhalten. Dazu
gehört auch die Klinik in Jaiama. Die Klinik liegt in der Nähe der stark umkämpften
Diamantenminen und wurde schon am Anfang des Bürgerkrieges von Rebellen besetzt. Diese benutzten
die Gebäude zeitweise als Hauptquartier - so wurden einige Gebäude vor der völligen Zerstörung
bewahrt. Nach dem Krieg wurden auf dem Klinikgelände sechs größere und zwei kleinere Gebäude mit
Spendengeldern wieder in Stand gesetzt und am 10. August 2006 mit einer großen Einweihungsfeier
wieder eröffnet.
Seit diesem Tag kommen täglich fast 50 Patienten - das ist dreimal so viel wie vorher - und
täglich werden es mehr. Sie werden von fünf sierra-leonischen Krankenschwestern behandelt.
Es gibt eine eigene Ambulanz für Kinder, einen Kreißsaal, eine Station mit zehn Notfallbetten,
ein Labor und eine Apotheke.
Die Menschen besitzen nicht viel und leiden immer noch an den Kriegsfolgen. Deshalb sind sie
noch nicht in der Lage, hohe Preise für die Behandlungen zu bezahlen. Die EmK-Weltmission hat
daher die Bezahlung der Gehälter des Personals übernommen. Das bedeutet, dass die Einnahmen aus
den Behandlungskosten für den Kauf dringend benötigter Medikamente verwendet werden können.
