Samstag, 10. Juli 2021, 9 bis 14 Uhr
Enzauenpark Pforzheim

Ausbildung statt Prostitution

Schülerinnen, Ausbilderinnen und Ausbilder des Konomusu Zentrums Das Programm Konomusu (der Name bedeutet "Kono-Frau") wurde bereits 1985 gegründet und bot jungen Frauen eine Ausbildung, mit der sie ihre Familien ernähren konnten. Dann aber kam der Bürgerkrieg (1991-2002) und nicht nur die Schule wurde zerstört: im Kono-Distrikt fanden die heftigsten Kämpfe um die Diamantenminen statt, wodurch der Distrikt extrem in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Kinder wurden von den Rebellen und auch von Regierungstruppen rekrutiert, junge Mädchen und Frauen mussten als Sex-Sklavinnen für die jeweiligen "Warlords" arbeiten. Junge Frauen, die nicht fliehen konnten, versuchten sich irgendwie durchzuschlagen und landeten nicht selten als Prostituierte auf der Straße. Ihre Bildung blieb auf diese Weise vollkommen auf der Strecke.
Auch heute noch ist es jungen Frauen aufgrund von Armut und familiären Schwierigkeiten oft nicht möglich, zur Schule zu gehen, geschweige denn eine Ausbildung zu machen. Es bleibt dann oftmals nur noch das Leben auf der Straße und die Prostitution, um überhaupt überleben zu können und an Geld zu kommen.

Arbeiten am Webstuhl Die Evangelisch-methodistische Kirche in Sierra Leone hat die große Not dieser Frauen gesehen und das Konomusu Trainingsprogramm wieder ins Leben gerufen. So konnte das Zentrum im Jahr 2008 instand gesetzt werden; seitdem finden dort wieder Kurse statt. Das Zentrum ist weit über die Distriktsgrenzen hinaus bekannt geworden und bietet jungen Frauen die Möglichkeit einer einjährigen Ausbildung. Neben der psychologischen Beratung werden Alphabetisierungs- und Handwerkskurse angeboten, die den Frauen später eine Existenzgrundlage bieten.

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