Samstag, 9. Juli 2022, 9 bis 14 Uhr
Enzauenpark Pforzheim

Jaiama: Hilfe im ehemaligen Kriegsgebiet

Die Gesundheitsstation in Jaiama Ein weiteres wichtiges Projekt der Evangelisch-methodis­tischen Kirche in Sierra Leone ist die Gesundheits­station in Jaiama, einer kleinen Stadt die ebenfalls im Kono-Distrikt liegt. Die Station existiert bereits seit einigen Jahrzehnten und bot täglich Kranken und Schwangeren im Osten Sierra Leones dringend benötigte medizinische Hilfe. Durch den Bürgerkrieg (1991 bis 2002) wurde die Station jedoch von Rebellen besetzt und teilweise zerstört. Seit dem Wiederaufbau und der Eröffnung im Jahr 2006 konnte das medizinische Angebot nun stetig wieder ausgebaut werden.

Vandi Koroma, Leiter der Gesundheitsstation Eine der jüngeren Herausforderungen war die Ebola-Krise in den Jahren 2014 bis 2016. Diese schwierige Situation konnte von den Mitarbeitenden jedoch gut bewältigt werden: Die Gesundheitsstation konnte zu jeder Zeit offen gehalten werden und damit der ländlichen Bevölkerung der Umgebung ihre lebens­wichtigen Dienste durchgehend anbieten.
Mittlerweile konnte die Zahl der behandelten Patienten auf über 3000 pro Jahr gesteigert werden. Besonders stolz sind alle Mitarbeitenden, dass bei den 308 im Jahr 2018 durchgeführten Geburten alle Kinder und Mütter wohlauf waren. Neben der Geburts­hilfe ist die Behandlung von Malaria, Typhus und anderen typischen Tropenkrankheiten ein Schwerpunkt der dortigen Arbeit.

Isolationszelt während der Ebola-Krise Bei der technischen Ausstattung ist die Station weiterhin auf Spenden angewiesen. So konnten erst im Jahr 2019 zwei gebrauchte Ultraschallgeräte nach Sierra Leone verschifft werden, die besonders bei der Geburtsvorbereitung eine große Hilfe sind. Ebenfalls war es in den letzten Jahren durch Spenden möglich, eine Solaranlage in Betrieb zu nehmen, die neben elektrischem Licht (dem einzigen Licht in Jaiama) auch den Betrieb eines Kühl­schranks für die Impfstoffe gewährleistet.

Zu guter Letzt verfügt die Station seit einiger Zeit auch über ein geländegängiges Fahrzeug, mit dem Patienten im Notfall in die nächste Stadt transportiert werden können. Am wichtigsten erscheint aber das "Outreach-Programm", bei dem Teile des Teams in entlegene Gegenden fahren, um dort Patienten vor Ort zu behandeln, die Entwicklung der Kinder zu beurteilen, Schwangerschaftsbegleitungen durchzuführen und Gesundheitsaufklärung zu betreiben.

Das Team der Gesundheitsstation in Jaiama


Wie immer kommen die erlaufenen Spendengelder zu 100 % den Hilfsprojekten zugute. Weitere Informationen erhalten Sie während des Laufs im Enzauenpark sowie auf der Webseite der EmK Weltmission.

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